De mon Coeur
Rassestandard

Ein Standard beschreibt das ideale Aussehen einer Katzenrasse. Jeder Dachverband (FIFe, WCF, TICA, CFA, GCCF etc.) hat einen eigenen Standard für die Birmakatze. Diese einzelnen Rassevorgaben weichen aber nur in einigen Punkten unwesentlich von einander ab.

 

Leider werden sehr selten Birmakatzen geboren, die dem Rassestandard  hundertprozentig entsprechen. Eine perfekte Birmakatze gibt es eigentlich nicht. Gerade die Regelmäßigkeit und Symmetrie der Handschuhe und Sporen ist so gut wie nicht züchterisch zu beeinflussen. Sie ist und bleibt ein glückliches Zufallsergebnis.

 

Achtung: Birmakatzen, die von den Züchtern als sogenannte “Liebhabertiere” abgegeben werden, können und dürfen nicht an diesem Standard gemessen werden! Gerade die Qualität der Handschuhe und Sporen ist nur bei Ausstellungstieren von ausschlaggebender Wichtigkeit.

Körper

Der Körper ist mittelschwer und leicht gestreckt. Die Beine sind kräftig, die Pfoten breit und leicht gerundet. Insgesamt gut proportioniert. Der Schwanz ist mittellang, von eleganter Form und fedrig behaart.
Ein Kater ist kräftiger, massiver als eine weibliche Katze.

 

Kopf

Kräftiger Schädel mit vollen Wangen und leicht gewölbter Stirn. Das Profil ist leicht geschwungen bei mittellanger Nase.
Es ist kein Stop vorhanden. Das Kinn ist kräftig und gut ausgeprägt.

 

Augen

Die Augen sind tiefblau, groß, leicht abgerundet oder leicht oval.
Sie sind gut auseinander plaziert.

 

Ohren

Die Ohren sind mittelgroß mit leicht abgerundeten Spitzen.
Sie sind nicht zu aufrecht stehend, mit guter Breite zwischen den Ohren.

 

Fell

Langes bis halblanges Fell je nach Körperpartie. Lang auf dem Rücken und an den Seiten. Im Gesicht sind die Haare kurz, werden aber auf den Wangen länger und gehen in eine volle Halskrause über. Seidige Textur, wenig Unterwolle.

 

Farbe

Die Birmakatzen haben an Gesicht, Ohren, Beinen und Schwanz (bei Katern auch die Hoden) die gleichen charakteristischen farbigen Abzeichen wie alle Maskenkatzen
(Pointkatzen). Der Rest des Fells (Körperfarbe) ist sehr hell,
eierschalenfarben; der Rücken ist gold-beige bei allen Farben. Die Farbe der Points muss einen gutem Kontrast zur Körperfarbe zeigen. Die Pointfarbe entwickelt sich langsam und ist erst beim erwachsenen Tier vollständig ausgeprägt.

 

Weiße Abzeichen

Die Besonderheit der Birmakatzen sind die
weißen "Handschuhe" und "Sporen" (Handschuhe = weiße Abzeichen an allen vier Pfoten). Diese "Handschuhe" müssen reinweiß sein. Dieses Weiß kann an der Zehenwurzel oder am Gelenk enden. Es darf sich nicht auf das Bein erstrecken,
also nicht über das Gelenk hinausgehen. Wesentlich ist vor allem die Regelmäßigkeit und Symmetrie der Handschuhe; zwischen den Vorderpfoten einerseits und den beiden Hinterbeinen andererseits; optimal ist die Gleichmäßigkeit aller vier Pfoten. Etwas längere Handschuhe an den Hinterpfoten werden toleriert

An den Hinterbeinen gehen die weißen Abzeichen an den Fußsohlen in die Sporen über. Als Sporen bezeichnet man die zu einer Spitze (umgedrehtes “V”) auslaufenden Weißanteile. Sie sollen an beiden Sohlen gleichmäßig sein und enden möglichst auf 1/3 bis 1/2 Höhe.

 

Fehler

  • · Weiße Flecke außerhalb der Handschuhe und Sporen führen zur Disqualifikation.
  • · Runner, bei denen das Weiß wie eine Linie seitlich oder rückwärtig über die Gelenke hinaus laufen, werden meist bis zum Karpalballen toleriert. Gehen sie jedoch darüber hinaus, gelten sie immer als Fehler.
  • · Bauchflecke (dunkle Flecke in der jeweiligen Pointfarbe an der Bauchunterseite) gelten als Fehler. Leichte Flankenflecken werden meist toleriert
  • · Ebenso gilt das Fehlen einer oder beider Sporen als Fehler.
  • · Die Gesamterscheinung darf insgesamt keine Ähnlichkeit mit einer Perserkatze aufweisen, aber auch nicht einer Siamkatze ähneln.

© C. Ricken

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